Das war der Performance Brunch 2021

Draußen und drinnen, Gespräche, Essen und kleine feine Tanzhäppchen – das war der Performance Brunch im tanzRaum von netzwerkTanz am vergangenem Sonntag.

Draußen und drinnen, Gespräche, Essen und kleine feine Tanzhäppchen – das war der Performance Brunch im tanzRaum von netzwerkTanz am vergangenem Sonntag. Das Format ist eine Kooperation von Verein ART.ist, von bewegungsmelder und netzwerkTanz. Der Vormittag war sonnig, man ging zunächst in den Garten, froh sich erstmals wieder ohne Maske sehen zu können; ein Wiedersehen für die Einen, ein neugierig Kennenlernen für die Anderen.

Claudia Gravas anrührendes «CreaRedes» machte im Saal den Anfang. Präsentiert wurde die Kurzform des Stückes über das Annehmen, über das Verbinden von Menschen unterschiedlicher Herkunft, unterschiedlicher Generationen und Erfahrungen, über zu kleine Schuhe und eigene Spuren im Sand und im Leben. Der kleine Rahmen, die Nähe zum Publikum unterstützte die Tänzer:innen und Musiker:innen Claudia Grava, Willi Brozmann, Deborah McCauley, Margarete Müller  und Moaz al Shamma.

Aleksandra Vohl und Patrick «Tricky» Mitrovic hatten sich für «Was wird kommen» von dem Song «Qué vendrá» von ZAZ inspirieren lassen. Zwei unterschiedliche Tanzkörper und -stile trafen sich in ihrer Vielfalt, ihrer Individualität und ihrer Selbstverständlichkeit, sich im Tanz zu begegnen. Das Publikum nahm die Einladung, leise mitzuschwingen und kopflos im Tanz des Duos zu versinken, gerne an.

Noch einmal ging es hinaus in den Garten, wo unter der großen Linde der zweite Teil des Brunchs serviert wurde. Roland Adlassnigg hatte – passend für jedes Stück – feine vegetarische Köstlichkeiten gezaubert, wieder wurde das Gespräch, der Austausch gesucht. In der Zwischenzeit wurde drinnen im Studio alles vorbereitet für die Performance von Regina Picker, die das Format vor einigen Jahren erdacht hat und sich seitdem in ganz Österreich jeweils mit regionalen Tanzschaffenden verbindet. Sie hatte «Fleisch» im Gepäck, eine performative Auseinandersetzung mit den traditionellen Perchtenmasken, welche männlich konnotiert sind. Regina Picker reizte es, die femininen Züge der Maske lustvoll zu erkunden und in Bewegung umzusetzen. Darüber entstand – ganz selbstverständlich – eine Auseinandersetzung mit weiblich-ländlichen Klischees und mit der Lust am und des Fleisches und seinen kulturellen Einverleibungen.

Beim mit-tanzen, dem so erfolgreichen Format von vorarlberg museum, Landeskonservatorium, bewegungsmelder und netzwerkTanz konnten die Zuschauerinnen und Zuschauer dann auch selbst tanzen und spätestens als Moat al Shamma seine Oud noch einmal auspackte, sich neben Matthias Härtel und Arndt Rössler stellte und gemeinsam zum Tanz aufgespielt wurde, zeigte sich, dass der tanzRaum für dieses Format, das in Kooperation mit bewegungsmelder  und netzwerkTanz stattfand, genau der richtige Ort ist, ein Ort des Tanzes und ein Ort der Begegnung.

Kamera/Screenshot: Momo

Performance Brunch
4. Juli 2021
tanzRaum von netzwerkTanz

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